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Das Ende des Mining-Booms - Grafikkarten-Nachfrage geht weiterhin stark zurück
11.07.2018 um 12:31 Uhr - PEGbasti

Nach Rekordquartalen wird für AMD, Nvidia und die Grafikkartenhersteller für den Rest des Jahres ein deutlicher Umsatzrückgang erwartet – die Nachfrage an Grafikkarten für das Krypto-Mining ist zusammengebrochen.

 

Die Nachfrage der Krypto-Miner nach Grafikkarten ist seit April stark eingebrochen, anscheinend gibt es deutliche Überbestände an Grafikchips.

Die Nachfrage der Krypto-Miner nach Grafikkarten ist seit April stark eingebrochen, anscheinend gibt es deutliche Überbestände an Grafikchips.

Update, 11.07.2018: Die geringere Nachfrage nach Mining-GPUs zeigt Wirkung: Wie Computerbase meldet, verzeichnen die Hersteller Gigabyte und Tul deutliche Umsatzrückgänge im Vergleich zum Vorjahr. Gigabyte selbst vermeldet im Verkaufsbericht für Juni 2018 Umsatzeinbrüche von 31 Prozent gegenüber Juni 2017, während Tul (nur Radeons unter Hersteller Powercolor) bereits im April 2018 Einbußen von 80 Prozent angegeben hatte.

 

Laut Seekingalpha haben Nvidia und AMD möglicherweise zu optimistische Prognosen für die Absatzzahlen der eigenen GPUs aufgestellt und sitzen nun auf hohen Lagerbeständen. Inwiefern sich der abflauende Mining-Boom auch auf die Verkäufe von Nvidia und AMD direkt ausgewirkt hat, wird sich Ende Juli beziehungsweise im August 2018 zeigen, wenn beide Konzerne ihre aktuellen Quartalszahlen veröffentlichen.

Originalmeldung: Laut dem Branchendienst Digitimes ist die Nachfrage nach Grafikkarten für Mining-Zwecke im April zusammengebrochen. Das wird sich voraussichtlich für den Rest des Jahres 2018 deutlich auf die Umsätze von AMD und Nvidia sowie der Grafikkartenhersteller auswirken.

 

Nvidia hatte im ersten Geschäftsquartal 2018 (bis 29. April) noch einen Rekordumsatz von 3,21 Milliarden US-Dollar gemeldet hat, ein Wachstum um 66 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal und um 10 Prozent über dem vorherigen Quartal. AMD hatte im ersten Quartal 2018 mit 1,24 Milliarden US-Dollar ebenfalls ein Umsatzwachstum von 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu verzeichnen.

Bei den Grafikkartenherstellern Asus, MSI, Gigabyte und TUL (Mutter von Powercolor) sah es ähnlich aus, alle konnten Rekordumsätze und Gewinne in den ersten Monaten dieses Jahres einstreichen. Gigabyte etwa machte laut Digitimes fünf Mal so viel Gewinn (53,75 Millionen US-Dollar) wie im Vorjahresquartal und immer noch 91 Prozent mehr als im Vorquartal.

» Kryptowährungen und Mining – Was ist das und wie funktioniert es?

Mining-Nachfrage eingebrochen

Verursacht durch den Kursverfall von Kryptowährungen wie Etherium, die den Mining-Boom mittels Grafikkarten maßgeblich verursacht hatten, und den damit einhergehenden Einbruch der Grafikkartennachfrage im April, sinken jetzt bereits die vermeldeten Geschäftszahlen.

So fiel der Umsatz von TUL, der größtenteils vom Verkauf von Powercolor-Grafikkarten (ausschließlich Radeons) bestimmt wird, im April um 80 Prozent gegenüber dem Vormonat. Bei den anderen Herstellern wie Asus, MSI und Gigabyte sei der Umsatzrückgang durch Grafikkarten laut Digitimes nicht so exakt zu spezifizieren, da diese auch eine Vielzahl anderer Komponenten wie Mainboards, Notebooks und so weiter verkaufen.

Zuvor hatten sowohl AMD als auch Nvidia vor zurückgehenden Umsätzen für den Rest des Jahres gewarnt und laut Digitimes erwarten auch Quellen in der Industrie zumindest ein Nachlassen des Ansturms, wenn nicht sogar spürbar fallende Umsätze mit Grafikkarten für den Rest des Jahres.

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